Der Lehrpfad
Auf dieser Seite findest du alle Informationen zum Landwirtschaftlichen Lehrpfad auf dem Radweg zwischen Himmelstadt und Laudenbach. Hier kannst du die Stationen entdecken und dein gelerntes Wissen unter Beweis stellen. Viel Spaß beim Erkunden und Lernen!
Du kannst die Stationen in beliebiger Reihenfolge besuchen, aber um die Quiz zu spielen, musst du sie erst freischalten. Weiter unten findest du eine Karte, auf der du sehen kannst, welche Stationen du schon freigeschaltet hast und wie viele Punkte du insgesamt gesammelt hast. Diese werden freigeschaltet, sobald du in der Nähe eines Markers auf der Karte bist. Dann findest du hier Informationen zum Thema der Station, kannst dir Bilder oder Audios anhören und schließlich das Quiz spielen. Je mehr Quiz du spielst, desto mehr Punkte kannst du sammeln!
Viel Erfolg und vor Allem viel Spaß auf dem Lehrpfad!
Stationen
Hier siehst du eine Übersicht der Stationen, die du auf dem Lehrpfad besuchen kannst. Klicke auf eine Station, um mehr Informationen zu erhalten.
Die Punkte, die du in den Quiz gesammelt hast, kannst du mit deinen Freunden vergleichen oder später auch zurücksetzen, um die Quiz erneut zu spielen.
Modus: Lädt …
Hinweis: Den Modus kannst du nur ändern, wenn du deinen Fortschritt zurücksetzt.
Informationen
Hier siehst du Informationen zu den einzelnen Stationen. Sobald du eine Station freigeschaltet hast, kannst du, bevor du das Quiz machst, hier mehr über das Thema erfahren und dir Bilder ansehen oder Audios anhören.
Ernährung
In der Podcast-Folge "Ernährung im Wandel - Herausforderungen und Tipps" diskutieren Sarah und Michael die Herausforderungen der modernen Ernährung wie Zeitmangel, verarbeitete Lebensmittel und Informationsüberflutung. Aber hört selbst...
Unsere Ernährung ist eng mit der Landwirtschaft verbunden. Was wir essen, wächst auf Feldern, in Gewächshäusern oder wird durch Tierhaltung erzeugt: Der Ackerbau spielt eine zentrale Rolle in unserer Ernährung, denn er liefert die Grundlage für viele alltägliche Lebensmittel. Besonders wichtig sind Getreidearten wie Weizen, aus dem Brot, Nudeln und Gebäck hergestellt werden, sowie Roggen als klassisches Brotgetreide. Gerste dient vor allem als Tierfutter und ist unverzichtbar für die Bierherstellung, während Mais sowohl als Futtermittel, Speisemais als auch für Stärkeprodukte genutzt wird. Hafer findet sich in Form von Haferflocken und Müslis auf unseren Tellern und wird ebenfalls in der Tierfütterung eingesetzt. Neben Getreide versorgt der Ackerbau uns mit einer großen Vielfalt an Gemüse und Obst, darunter Kohl, Karotten, Tomaten, Salate, Äpfel und Beeren, die wichtige Vitamine und Nährstoffe liefern. Auch Hackfrüchte wie Kartoffeln sind ein bedeutendes Grundnahrungsmittel und dienen zudem als Stärkelieferant, während Zuckerrüben die Basis für die Zuckerproduktion bilden. Ergänzt wird der Ackerbau durch Öl- und Eiweißpflanzen. Raps liefert hochwertiges Speiseöl, und seine Rückstände werden als Futtermittel genutzt. Soja ist eine wichtige Eiweißquelle für Lebensmittel wie Tofu oder Sojamilch und spielt ebenfalls eine große Rolle in der Tierernährung. Sonnenblumen schließlich liefern sowohl Öl als auch schmackhafte Kerne. Insgesamt zeigt sich, wie vielfältig und unverzichtbar der Ackerbau für unsere tägliche Ernährung ist.
Über die Maschinen
Der Traktor ist das wichtigste Arbeitsgerät auf jedem Bauernhof. Er zieht und treibt fast alle anderen Maschinen an.
Feldbearbeitung:
Bevor etwas gesät werden kann, muss der Boden vorbereitet werden. Der Pflug schneidet tiefe Furchen und wendet die Erde, um den Boden zu lockern und Pflanzenreste unterzuarbeiten. Der Grubber lockert den Boden weniger tief als der Pflug und eignet sich gut für die flache Bodenbearbeitung. Die Kreiselegge zerkleinert Erdschollen und bereitet ein feines, gleichmäßiges Saatbett vor. Die Walze drückt den Boden an und sorgt für guten Bodenschluss, zum Beispiel nach der Saat.
Ausbringen auf den Acker:
Der Miststreuer verteilt festen Stallmist gleichmäßig auf dem Feld - ein natürlicher Dünger. Das Güllefass bringt flüssige Gülle auf den Acker aus. Die Sämaschine legt Saatgut in gleichmäßigen Reihen und Tiefen in den Boden. Die Pflanzenschutzspritze verteilt Pflanzenschutzmittel gezielt über große Flächen. Der Düngerstreuer verteilt mineralischen Kunstdünger gleichmäßig über das Feld.
Heu und Gras:
Das Frontmähwerk ist vorne am Traktor montiert und mäht das Gras. Das Heckmähwerk ist hinten am Traktor montiert und wird oft gemeinsam mit dem Frontmähwerk eingesetzt. Der Heuwender lockert und wendet das gemähte Gras, damit es schneller trocknet. Der Schwader zieht das getrocknete Gras zu langen Reihen zusammen, damit es leichter aufgenommen werden kann. Der Ladewagen nimmt die Schwaden auf und transportiert das Gras oder Heu direkt in den Stall. Die Ballenpresse presst das Heu oder Stroh zu runden oder eckigen Ballen zusammen.
Ernte:
Der Mähdrescher erntet Körnerfrüchte wie Weizen, Gerste oder Raps - er mäht, drischt und reinigt das Korn in einem Arbeitsgang. Der Feldhäcksler häckselt Mais oder Gras sehr fein und lädt es direkt auf einen Transportwagen, zum Beispiel für Silage. Der Rübenroder erntet Zuckerrüben: Er köpft die Rübe, hebt sie aus dem Boden und reinigt sie. Die Rübenmaus ist eine kleinere Maschine, die Rüben auf dem Feld aufnimmt und reinigt.
Energiewald
Ein Energiewald (auch Kurzumtriebsplantage, kurz KUP) ist ein Feld,
auf dem Bäume gezielt zur Energiegewinnung angebaut werden. Typische
Baumarten sind Weiden oder Pappeln, da sie besonders schnell
wachsen.
Die Bäume werden alle 2-5 Jahre geerntet. Das
Besondere dabei: Sie müssen danach nicht neu gepflanzt werden, weil
sie aus ihren Wurzeln wieder austreiben. Das geerntete Holz wird zu
Hackschnitzeln verarbeitet und in Heizkraftwerken oder
Biomasseheizungen verbrannt, um Wärme und Strom zu erzeugen.
Beim Verbrennen entsteht zwar CO₂ - aber nur so viel, wie die Bäume
vorher beim Wachsen aufgenommen haben. Deshalb gelten KUPs als
(fast) CO₂-neutral und als vergleichsweise klimafreundliche
Energiequelle. Zusätzlich können sie zur Bodenverbesserung beitragen
und Lebensräume für bestimmte Tierarten bieten.
Es gibt aber auch Kritik: Zum Beispiel wegen möglicher Konkurrenz
zur Nahrungsmittelproduktion oder ökologischer Nachteile bei sehr
großflächigem Anbau.
Tiere und Rassen
Die Fütterung von Nutztieren besteht aus verschiedenen
Futtermitteln. Zum Grundfutter gehören Gras, Heu und Silage, die
meist von eigenen oder regionalen Wiesen stammen und durch Trocknen
oder Silieren haltbar gemacht werden. Ergänzt wird dieses durch
Kraftfutter wie Getreide sowie eiweißreiche Futtermittel. Außerdem
benötigen die Tiere Mineralstoffe, die häufig über Salzlecksteine
aufgenommen werden. In Unterfranken spielt insbesondere Maissilage
eine wichtige Rolle.
Auch Nachhaltigkeit und Umweltschutz sind in der modernen
Landwirtschaft von großer Bedeutung. Blühflächen und Hecken fördern
die Biodiversität und schaffen Lebensräume für Tiere. Emissionen wie
Ammoniak entstehen vor allem in der Tierhaltung, können jedoch durch
moderne Technik und gutes Management reduziert werden. Zudem trägt
eine angepasste Fütterung dazu bei, den Methanausstoß von Rindern zu
verringern und somit das Klima zu schützen.
Wirtschaftlich stehen landwirtschaftliche Betriebe vor verschiedenen
Herausforderungen. Die Preise für Milch und Fleisch schwanken und
setzen sich aus mehreren Faktoren zusammen, während Arbeitsaufwand
und Bürokratie zunehmen. Um unabhängiger zu werden, setzen viele
Betriebe auf Direktvermarktung, indem sie ihre Produkte in Hofläden
oder als regionale Erzeugnisse direkt an Verbraucher verkaufen.
Aufbau der Getreidepflanze
- Ähre: Der Blütenstand der Getreidepflanze, in dem die einzelnen Blüten und später die Körner sitzen.
- Granne: Eine faden- oder borstenförmige Verlängerung der Spelzen; dient dem Schutz und kann bei der Ausbreitung helfen.
- Korn: Der Samen des Getreides; besteht aus Keimling, Mehlkörper und Schale.
- Blatt: Organ der Photosynthese, das Lichtenergie in Nährstoffe umwandelt.
- Stängel (Halm): Meist hohler Spross, der Blätter und Ähre trägt und Stabilität gibt.
- Knoten: Verdickte Abschnitte am Halm; Ansatzstellen für Blätter und wichtig für die Standfestigkeit.
- Wurzel: Unterirdisches Organ zur Verankerung im Boden sowie zur Aufnahme von Wasser und Mineralstoffen.
Getreideanbau
-
Ernte und Abtransport
- Ernte der Kulturpflanzen mit Mähdrescher oder Erntemaschinen.
- Transport und Lagerung oder direkte Weiterverarbeitung.
-
Erntereste-Management
- Strohbergung oder Einarbeitung von Pflanzenresten.
- Schutz vor Erosion und Förderung der Bodenfruchtbarkeit.
-
Stoppelbearbeitung
- Flache Bodenbearbeitung zur Förderung der Rotte.
- Unkraut und liegengebliebene Körner werden zum Keimen angeregt, damit sie später entfernt werden können.
-
Bodenbearbeitung
- Pflügen oder pfluglose Bearbeitung.
- Verbesserung der Bodenstruktur und Durchlüftung.
-
Düngung
- Organische Düngung (Mist, Gülle, Gärreste).
- Mineralische Düngung nach Bedarf des Bodens.
-
Fruchtfolgeplanung
- Wechsel der angebauten Kulturen zur Bodengesundheit.
- Verringerung von Krankheiten und Schädlingen.
-
Aussaat
- Exakte Saat mit moderner Technik.
- Anpassung an Boden, Wetter und Kulturpflanze.
-
Bestandsführung
- Pflanzenschutz gegen Unkraut, Krankheiten und Schädlinge.
- Überwachung von Wachstum und Nährstoffversorgung.
-
Wachstumsphase
- Nutzung von Niederschlägen, Sonne und Nährstoffen.
- Kontrolle von Entwicklungsstadien.
-
Reife & nächste Ernte
- Bestimmung des optimalen Erntezeitpunkts.
- Vorbereitung der Ernte - der Kreislauf beginnt erneut.
Stilllegung und Hecken
Warum man Flächen stilllegen sollte:
- Die Artenvielfalt wird gefördert.
- Weniger Erde wird vom Wind oder Regen weggeweht.
- Insekten, Vögel und andere Tiere finden dort Lebensraum.
- Gras und andere Pflanzen helfen, das Klima zu schützen, weil sie CO₂ aufnehmen.
- So bleibt die Erde langfristig fruchtbar.
Warum man Hecken anlegen sollte:
- Hecken halten den Wind ab und schützen die Felder.
- Boden bleibt feucht und Pflanzen wachsen besser.
- Es wird nicht so heiß oder kalt für die Pflanzen.
- Vögel, Insekten und andere Tiere können dort leben und Nahrung finden.
- Hecken sind wie kleine Häuser oder Supermärkte für Tiere.
Verwendungszwecke der Ackerpflanzen
Weizen:
- Wichtigstes Getreide für die menschliche Ernährung.
- Verwendung für Brot, Brötchen, Kuchen, Nudeln und Mehl.
- Außerdem Nutzung als Tierfutter.
- Einsatz in der Stärke-, Bioethanol- und Biogasproduktion.
Gerste:
- Hauptsächlich Tierfutter, besonders für Rinder und Schweine.
- Zentrale Rolle bei der Malzherstellung für Bier und Whisky.
- Nebenprodukte werden energetisch oder als Futter genutzt.
Roggen:
- Vor allem für Brot (z. B. Roggen- und Mischbrot).
- Nutzung als Tierfutter.
- Verwendung in der Spirituosenherstellung (z. B. Korn, Whisky).
Hafer:
- Lebensmittel wie Haferflocken, Müsli, Porridge und Haferdrinks.
- Gesundes Futtergetreide.
- Bedeutend wegen guter Inhaltsstoffe (Ballaststoffe, Fette).
Mais (Silomais & Körnermais):
- Silomais als wichtiges Tierfutter.
- Körnermais für Lebensmittel (Cornflakes, Maismehl).
- Große Bedeutung als Energiepflanze für Biogasanlagen.
- Nutzung zur Herstellung von Stärke, Zucker und Industrieprodukten.
Raps:
- Gewinnung von Rapsöl für Lebensmittel.
- Herstellung von Biodiesel.
- Rapsschrot als eiweißreiches Tierfutter.
- Nutzung in Industrie, Kosmetik und Schmierstoffen.
Sonnenblumen:
- Herstellung von Sonnenblumenöl.
- Kerne als Snack oder Zutat.
- Futtermittel aus Pressrückständen.
- Verwendung in Industrie und Kosmetik.
Zuckerrüben:
- Hauptrohstoff für Zucker in Europa.
- Herstellung von Bioethanol.
- Nebenprodukte (Melasse, Schnitzel) als Tierfutter.
- Nutzung in chemischer Industrie.
Kartoffeln:
- Grundnahrungsmittel (frisch, Pommes, Chips, Fertigprodukte).
- Stärkeherstellung für Lebensmittel, Papier und Textilien.
- Herstellung von Alkohol und Bioethanol.
- Nebenprodukte als Tierfutter.
Unterscheidung von Weizen, Roggen, Gerste und Hafer
Weizen (Triticum):
- Blütenstand: Ähre
- Grannen: kurz oder fehlend
- Halm: stabil, mittelhoch
- Korn: rundlich bis oval
- Bedeutung: wichtigstes Brotgetreide
- Erkennungsmerkmal: dichte Ähre, wenige Grannen
Roggen (Secale cereale):
- Blütenstand: schlanke Ähre
- Grannen: lang und deutlich
- Halm: sehr hoch und elastisch
- Korn: länglich, grau-grünlich
- Bedeutung: Brotgetreide für ärmere Böden
- Erkennungsmerkmal: hohe Pflanze mit langen Grannen
Gerste (Hordeum):
- Blütenstand: Ähre
- Grannen: sehr lang
- Korn: rundlich
- Bedeutung: Futter- und Braugerste
- Erkennungsmerkmal: extrem lange, auffällige Grannen
Hafer (Avena):
- Blütenstand: Rispe
- Grannen: kaum sichtbar
- Halm: weich und beweglich
- Korn: von Spelzen umgeben
- Bedeutung: Haferflocken, Tierfutter
- Erkennungsmerkmal: lockere, verzweigte Rispe
Mitwirkende
Projektleitung
Beck Frauke, Kirsch Julian
Webentwicklung
Hümmer Moritz
Team
Binner Felix, Dirscherl Sina, Greindl Nela, Handel Klara, Hartmann Jonas, Kirchner Paula, Klühspies Julia, Küffner Mia, Röder Adrian, Schwarz Angelina, Spehnkuch Anna-Lena
Unterstützt durch das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) Karlstadt
Impressum
Bodelschwinghstraße 29
97753 Karlstadt
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Tel.: +4915227929245
E-Mail: j.kirsch@jsg-karlstadt.de
Stand: 25.06.2026, 00:00:00